Emanzipation und ihre Konsequenzen für die Rolle der Frau
Emanzipation
Die Frau ist seit der modernen Aufklärung bzgl. Emanzipation auf dem Weg eine gleichberechtigte Rolle in der Gesellschaft einzunehmen. Leider wird diese Veränderung in manchen Bereichen wie dem Arbeitsumfeld nur Schrittweise umgesetzt und ähnlich wie bei der Abschaffung der Rassentrennung in Amerika dauert es seine Zeit bis man von einer vollständigen Gleichberechtigung auch in den Köpfen der Menschen sprechen kann. Der Frau stehen heute theoretisch gleiche Chancen zum beruflichen Erfolg zur Verfügung wie dem Mann.
Geschlechtspezifika
Durch die Geburt und die folgende Stillzeit verbindet die Frau eine starke Emotionalität mit ihrem Kind. Diese Nähe und starke Verbindung kann ein Mann nur in seltenen Fällen mit seinem Kind herstellen. Der Mann hat sich seither im Wettkampf, zum Schutz der Familie und zur Beschaffung von Nahrung bzw. Geld bewährt – auch wenn heute seine Eigenschaften wie Kraft und einfaches zielgerichtetes Denken nicht mehr in der ursprünglichen Form genutzt werden. Doch es ist Bestandteil seines persönlichen Glücks für andere/seine Familie zu sorgen, genauso wie es für die Frau das höhste persönliche Glück ist, ein Kind aufzuziehen.
Veränderte Werte
Das Engagement für die Emanzipation in den vergangenen Jahrzehnten brachte eine Generation Frauen mit sich, welche selbstbewusst, karriere-orientiert und selbstständig auftritt. Dabei wurden systematisch weibliche Werte abgebaut und eine eher maskuline Gesellschaft aufgebaut. Die “Hausfrau”, die Frau die Kinder bekommt und diese aufzieht – diese Frau wird in der heutigen Gesellschaft unterbewertet und entspricht nicht mehr dem modernen Frauenbild.
Hier entsteht doch die Frage, ob es wirklich der richtige Weg ist, die Frau einem Rollenwandel zu unterziehen und dabei völlig zu vernachlässigen, welche weiblichen Werte sie verkörpert, wo ihre Qualitäten liegen. Anstatt die Frau zum Mann zu machen, solle man lieber die Frau als Frau aufwerten. Wir sehen an der rückgängigen Neugeborenenanzahl in Deutschland und allgemein Europa und den USA, dass eine emanzipierte Gesellschaft nicht überleben kann, wenn die geschlechtsspezifischen Werte untergehen, weil das Karrieremodell zu einseitig gestaltet ist.
Wie Eva Hermann, leider oft als nationalsozialistisch falsch interpretiert, formulierte, befand sich die Mutterrolle als ureigener weiblicher Wert im Dritten Reich in einem Wettbewerb zum männlichen Berufs- bzw. Kriegseinsatz. Eine Mutter wurde ebenso wie der Mann für ihren Einsatz, für die Erziehung und Arbeit mit Hilfe des “Mutterkreuzes” ausgezeichnet und belohnt. Hier gab es eine “staatliche” Struktur, welche die Frau in ihrer geschlechtsspezifischen Rolle aufwertete. Diese Struktur gibt es heute nicht mehr wirklich. Kindergeld und Erziehungshilfe können dem Druck der “Karriere-Emanzipation” nicht standhalten.
Fazit
Man kann also zusammenfassend sagen, dass eine Gleichberechtigung an Möglichkeiten für jedes Geschlecht herrschen muss, aber die geschlechtsspezifischen Grundwerte und Eigenschaften stärker aufgewertet und belohnt werden müssen, sodass sowohl Karriere als auch Haushalt und Erziehung finanziell und vor allem image-technisch gleichgestellt werden müssen, damit sich wieder Frauen – oder auch Männer – für die Aufgaben im Haus interessieren können ohne dabei als unterbemittelt dargestellt zu werden.