Was ist Interaktivität?
Wikipedia sagt:
Allgemein weist der Begriff auf eine Wechselbeziehung zwischen zwei oder mehreren beliebigen Größen hin, bei der implizit Informationen ausgetauscht werden. Der soziologische Interaktivitätsbegriff geht von Personen aus, die sich gegenseitig wahrnehmen können und in ihrem Verhalten aneinander ausrichten, während in der Informationstechnik die Beziehung zwischen Mensch und Computer gemeint ist.
Interaktiv sein bedeutet also Interagieren mit einem Objekt, wobei nicht von einer einseitigen, sondern einer beidseitigen Erfahrung auszugehen ist – d.h. dass sich sowohl Objekt als auch Subjekt bei der Interaktion verändern. Ein interaktives System bietet dem Nutzer beispielsweise die Möglichkeit an Informationen zu kommen und verändert sich selbst dabei. Es stellt sich auf den individuellen Nutzer und seine Eigenschaften ein.
Arten von Interaktivität
Beispiele:
Flash: Interactive Movie-Experience: http://www.hboimagine.com/#/the_affair/
AJAX: Drag&Drop: http://jbloomfield.net/
Face 2 Face
Interagieren zwei lebende Objekte, findet die Interaktion hauptsächlich auf der primären und sekundären Sinnesebene statt, sprich durch Gesten, Berührung, Sprache und Gefühlen. Durch den Austausch von Potenzialen wie Wissen/Informationen bereichert diese Interaktion beide Interaktionsteilnehmer.
Face 2 Doc
Interagiert man mit einem Dokument, so verändert die Interaktion gezielt ein Objekt, welches als Mittelstück zur Informationsübergabe verwendet werden kann. Somit ist auch ein Dokument fähig, eine Interaktion zwischen Autor und Leser herzustellen.
Face 2 Sys
Der Interaktion zugrunde liegende, beidseitige Benefit ist bei der Interaktion mit einem System abhängig von den Fähigkeiten des Systems. Ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Subjekt und Objekt (System) bedeutet, dass beide Teilnehmer das Potenzial, das sie besitzen, in die Interaktion investieren, um dadurch mehr zurück zu bekommen.
Wie kann so etwas funktionieren?
Dafür gibt es verschiedene Ansätze. Eine Ansatz wäre, dass sich das System wie bspw. Google eine Datenbank zu jedem Nutzer anlegt und versucht ihn zu kategorisieren. Nach einer erfolgreichen Kategorisierung ist es möglich diese Daten zur Optimierung von Plattformen und Modulen speziell für diesen Nutzer zu verwenden.
Ein Beispiel:
Peter interessiert sich für Autos und Fußball. Diese Informationen kann eine Suchmaschine wie Google leicht durch das Scannen von Formularen und der Häufigkeit an Suchanfragen zu diesen Themen feststellen. Meldet sich Peter nun bei einer Plattform an, welche auf diese gespeicherten Nutzerdaten zurückgreifen kann, als Beispiel eine Plattform wie Youtube, so ist es Youtube möglich, Videos zu Peters Lieblingsthemen auf der Startseite anzuzeigen und es ihm so einfacher zu machen, interessante Videos zu finden.
Ein anderes Beispiel wäre, wenn eine Plattform selbst dazulernt und sich Interessen der Nutzer und ihren Weg auf der Plattform merkt. Damit unterliegt jedes Modul, jeder Navigationslinks, jede Information auf der Seite einem ständigen Selektionsdruck. Es wird ständig neu beurteilt, welches die beliebtesten Module, Informationen und Navigationslinks sind. Diese werden dann systematisch leichter erschließbar gemacht, in dem z. B. der am häufigsten genutzte Navigationslink größer oder weiter nach oben/links gerückt wird.
Ein weiterer Punkt der Interaktion ist das Erlebnis. Stellt sich eine Plattform auf ein interaktives Erlebnis für den User ein, so ist es praktisch eine Suchmaschine für Informationen. Nehmen wir Google als Beispiel, haben wir keine Website vor uns, die uns Informationen mitteilen möchte. Wir erhalten erst Informationen, wenn wir eine Angabe machen, welche Informationen wir erhalten möchten. Eine solche Plattform funktioniert nur durch Interaktivität.
